Von Anfang an – Die biologische Uhr

9 Mrz

Hier muss ich wohl etwas weiter ausholen. Ich habe meine biologische Uhr bereits mit 25 Jahren ziemlich deutlich  ticken hören. Aber glücklicherweise bin ich zum damaligen Zeitpunkt nicht schwanger geworden. Denn sonst hätte ich viele tolle Dinge nicht erlebt und gesehen. Es war einfach nicht der richtige Zeitpunkt. Aber wann ist denn der richtige Zeitpunkt? Gibt es den überhaupt?

Heute weiß ich, zu warten war für mich genau richtig.

Nach einigen Jahren an der Uni, Ausbildung und Beruf wurde das Ticken immer lauter.

Mit 33 Jahren schließlich hat meine biologische Uhr bereits so laut gescheppert wie der dickste japanische Gong, den man sich vorstellen kann. Es musste also gehandelt werden. Da ich aufgrund meines „hohen“ Alters großen zeitlichen Druck verspürte, durfte ich nichts dem Zufall überlassen. Ich dachte,  ein Detox (Entgiftungskur) nach Jahrzehnte langer Einnahme der Pille sei genau das Richtige, um einzusteigen. Denn ich hatte schon oft gehört, dass sich der Körper erst einmal umstellen muss, bis er schwanger werden kann. Also habe ich 6 Tage gefastet.

Keine Sorge, ich erkläre zu einem späteren Zeitpunkt noch, wie ich es gemacht habe, denn ich will demnächst noch einmal eine Fastenkur machen.

Meine damalige Ärztin erklärte mir, dass bei mir alles in Ordnung sei, und dass wir ordentlich „trainieren“ sollten. Das taten wir auch. Schon beim leisesten Verdacht habe ich in dieser Trainingsphase einen Schwangerschaftstest gemacht. Aber es wollte nicht so Recht klappen.

Nach weiteren Trainingseinheiten und täglicher Messung meiner morgendlichen Temperatur folgten weitere Besuche bei meiner Ärztin. Diese versicherte mir erneut, dass alles in Ordnung sei. Auf meine Frage hin, ob sie mir nicht mal Blut abnehmen möchte, um einen Hormonspiegel zu machen, lächelte sie nur und sagte, ich solle mir keinen Druck machen und ich hätte ja noch genug Zeit. Die Tatsache jedoch, dass ich in meinem Freundeskreis die Älteste bin und alle Anderen bereits Kinder hatten und sogar verheiratet waren, trug nicht gerade dazu bei, dass ich mich entspannen konnte.

Ich wurde nun doch langsam ungeduldig und wechselte kurzerhand den Arzt. Im Vorgespräch der Untersuchung schüttete ich meinem heutigen Gynäkologen  das Herz aus. Er sagte: “Ich werde ihnen helfen. Dazu muss ich allerdings etwas Blut von Ihnen haben“. Welch magische Worte. Ich habe noch nie so gerne eine Blutprobe abgegeben. Diesmal ging ich auch mit einem guten Gefühl nach Hause und konnte mich endlich entspannen.

Ein paar Wochen später sollte ich mir die Ergebnisse abholen. Doch das war gar nicht mehr nötig. Freude strahlend hielt ich ihm meine beiden positiven Schwangerschaftstests entgegen. Ich bin mir sicher, dass mein Doc den  Knoten zum Platzen gebracht hat. Ich war endlich schwanger!!!!

Und was meine biologische Uhr angeht. Die wird mittlerweile von dem Getrappel kleiner Füße und Kindergeschrei übertönt. Genau wie ich es immer wollte.

 

Wie laut habt ihr Eure biologische Uhr ticken hören? Freu mich auf Eure Kommentare.

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